Krokodilschwanz-Höckerechse; Chinesische Krokodilschwanzechse |
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Datum: Montag, 08 März 2010 16:38
![]() Allgemeine Beschreibung:• Beschreibung:Die Chinesische Krokodilschwanzechse (Shinisaurus crocodilurus) ist auf Grund ihres Schwanzes, der dem eines Krokodils sehr ähnlich ist, zu ihrem Namen gekommen. Ihren wissenschaftlichen Namen, Shinisaurus crocodilurus, verdankt sie dem deutschen Herpetologen Ernst Ahl. Dieser bekam zwei Exemplare der Art nach Berlin geschickt, die Prof. Shin auf einer Expedition im Jahr 1928 fand. Die Tiere waren bis dato unbekannt. Ahl beschrieb die Tiere im Jahr 1930 zuerst als neue Art, Gattung und Familie. Prof. Shin zu Ehren nannte er die Familie „Shinisauridae“ sowie die Gattung „Shinisaurus“ . Der Artname geht, wie bereits erwähnt, auf den krokodilähnlichen Schwanz zurück. |
Verbreitungsgebiet / Lebensraum |
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Verbreitungsgebiet / Lebensraum:
Anfangs hielt man die Verbreitung der Art für auf die süd-chinesische Provinz Guanxi (gesprochen: gwang schi) beschränkt. Im Jahr 2002 konnte die Verbreitung jedoch auch im nordöstlichen Vietnam nachgewiesen werden. Das Verbreitungsgebiet verkleinerte sich jedoch innerhalb von etwa 12 Jahren von 300km² auf nur noch etwa 100km².
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Nahrung |
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Nahrung / Feinde:• Nahrung:Die Tiere gehen an alles, was sie überwältigen können. Von Tauwürmern über Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Schaben bis hin zu vegetarischer Kost (diese soll laut Mägdefrau vereinzelt angenommen worden sein. Ich selbst konnte diese Beobachtung bislang nicht machen). Wölfel (2003) berichtet, dass sich die Tiere erstaunlich ungeschickt anstellen, beim Fangen von im Wasser lebender Beute. Etwa Fische, Kaulquappen oder wasserlebende Insekten. Er berichtet aber auch, dass diese bei Mageninhaltsanalysen von Wildtieren nachgewiesen wurden, diese also auch zum natürlichen Nahrungsspektrum gehören müssen. Ich selbst konnte jedoch auch schon feststellen, dass die Tiere etwa Probleme haben, auf den Grund gesunkene Tauwürmer zu erbeuten. Einfacher gestaltet sich dies an Land. Wölfel teilte mir etwa persönlich mit, dass bei anderen Haltern schon beobachtet wurde, wie Regenwürmer, die versuchen, im Substrat zu verschwinden, von den Krokodilschwanzechsen regelrecht wieder ausgegraben werden. Mit auf dem Wasser treibendem Futter haben die Tiere eigener Erfahrung nach weniger Probleme. Sie orten sie schnell und erbeuten sie teilweise von unten antauchend. |
Fortpflanzung |
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Fortpflanzung:• Fortpflanzung:Bei der Paarung setzt das Männchen bei dem Weibchen einen Nackenbiss an und schiebt seinen Schwanz unter den der Partnerin. Die Trächtigkeitsdauer kann bis zu 14 Monate dauern (Mägdefrau & Schildger, 1993). Wölfel gibt ein persönliches Gespräch mit Karsupke wieder, der von einem Weibchen berichtet, welches bereits über 14 Monate trächtig sein sollte. Laut Rogner (2001) soll eine Paarung unter zwei Jahre alten Tieren stattgefunden haben. Wölfel bestätigt diese Angabe mit eigenen Erfahrungen. Wann allgemein eine Geschlechtsreife eintritt, ist bislang nicht geklärt. Es stehen auch Vermutungen im Raum, dass dies mit dem Körpergewicht zusammenhängen könnte. Frisch geborene Krokodilschwanzechsen haben normalerweise ein Gewicht von 3 - 6 Gramm. Abweichungen nach oben und unten sind jedoch ebenso bekannt. Rogner berichtet, dass die Geburt meist kurz nach der Winterruhe stattfinde. Es werden teilweise bis zu 15 Jungtiere geboren (Wölfel, 2003). Gefährdung:• Gefährdung:Die Chinesische Krokodilschwanzechse ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sehr stark gefährdet. Schätzungen aus dem Jahr 2003 zeigen, dass es nur noch weniger als 1000 Exemplare im Habitat gibt. Es gilt als gesichert, dass zwischen 1930 und 1984 keine Tiere aus China exportiert wurden. Erst im letztgenannten Jahr begann das Interesse die Tiere im Terrarium zu halten und sie wurden dafür exportiert. Dies ist jedoch wohl nicht der Hauptgrund für die Bestandsverringerung. Sowohl in der chinesischen Küche als auch in der Medizin fanden die Tiere häufige Anwendung und wurden dafür in erheblichem Umfang der Natur entnommen.Ein europäisches Zuchtprojekt, geleitet von Harry Wölfel soll den Bestand der in Gefangenschaft lebenden Tiere erfassen und das Überleben der Art durch gezielte Erhaltungszucht sichern. Weitere Informationen sind auf www.shinisaurus.de erhältlich. ![]() |
Systematik |
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Systematik:Zwischenordnung: Schleichenartige (Anguimorpha)
Familie: Höckerechsen (Xenosauridae)
Systematik basiert auf Grzimeks Tierleben.Gattung: Krokodilschwanz-Höckerechsen (Shinisaurus)
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Literatur |
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Bücherempfehlungen:Links / Literatur:• Links:• Red List IUCN• Literatur:• Rogner, Manfred :Zur Lebensweise, Haltung, Pflege und Vermehrung der Krokodilschwanz-Höckerechse , Reptilia 2001 (Nr.31), S.55-61 • Mägdefrau 1987: Zur Situation der Chinesischen Krokodilschwanz-Höckerechse , Shinisaurus crocodilurus AHL, 1930, herpetofauna 9 (51), S.6 - 11 • Wölfel, Harry: Neuigkeiten von der Krokodilschwanz-Höckerechse Shinisaurus crocodilurus (AHL, 1930), elaphe 11 (2003), Heft 1, S.22 - 29 |
Galerie |
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Steckbrief |
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Datum: Montag, 08 März 2010 16:38
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Informationen |
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