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Buchdrucker; Großer achtzähniger Fichtenborkenkäfer
Datum: Dienstag, 18 September 2012 14:46
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Allgemeine Beschreibung:

• Einleitung:
Bereits 1970 waren ca. 2000 Borkenkäferarten bekannt, die an Nadel- und/oder Laubbäumen verheerende Schäden anrichten können und bei weltweiter Verbreitung hauptsächlich in den südostasiatischen und südamerikanischen Tropen vorkommen (zur Strassen, 1970 und 1979). Zur Strassen, Autor der Enzyklopädie des Tierreiches Grzimeks Tierleben, beschreibt die Borkenkäfer nur mit wenigen Zeilen summarisch, jedoch instruktiv bebildert.

Viele dieser Forstschädlinge werden von verschiedenen Internet – Publikationen ausführlich beschrieben und Wikipedia,a (2011) teilt mit, dass es in Europa 154 Arten gibt und dass mittlerweile weltweit 4 000 bis 5 000 Arten bekannt sind. Zur Strassen gibt an, dass es von den mit den Borkenkäfern eng verwandten Rüsselkäfer wenigstens 46 000 Arten exisitieren und Wikipedia,a ordnet die Borkenkäfer sogar in die Familie der Rüsselkäfer ein. Zahlreiche Borkenkäfer werden von Google.de (2011) farbig dargestellt. Borkenkäfer zahlreicher Arten befallen nur eine oder weinige Wirtsbaumarten an. und andere haben ein sehr ausgedehntes Wirtsbaumspektrum (LWF = Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, 2011).

In den Medien wurde während der vergangen Wochen immer wieder von den Borkenkäfern und deren Vernichtung von Bäumen während der heißen Sommertage berichtet. Hier soll nur exemplarisch der Buchdrucker beschreiben werden. Das lateinische Wort Typographus bedeutet im Deutsch wörtlich Buchdrucker.
• Beschreibung:

Namensgebend war die Tatsache, dass die Larvengänge des Buchdruckers im Holz der Aufsicht von Buchstaben eines aufgeschlagen Buches ähneln. Der Körper ist walzenförmig, dunkelbraun und hat einen gelblichen bis braunen Haarbesatz. Die Anatomie und Physiologie gleicht weitgehend anderen Käfern und wird hier nicht ausführlich beschrieben. Der Kopf besitzt ein nur schwach ausgebildetes Rostrum, das auch Rüssel genannt wird und fehlen kann. Die Brust (Thorax) zeigt ein kräftig entwickeltes Halsschild, das Pronotum und die Flügeldecken bestehen vorwiegend aus Chitin (stickstoffhaltiges, zelluloseähnliches Material. Baustoff von Zellwänden der Insekten, Krebstiere und Pilzen) und bedecken das gesamte Abdomen. Der Buchdrucker besitzt nicht etwa 8 echte Zähne, sondern es ist ein antomisches Merkmal der Flügel, worüber Wikipedia,b (2011) berichtet.

Diese Enzyklopädie berichtet weiter, dass vor allem Fichten, aber auch Lärchen, Weißtannen und verschiedene Kieferarten befallen werden. Noch gesunde Fichten können ein Harz, das den Buchdrucker abzuwehren vermag, absondern. Bei trockener Witterung kann eine Massenvermehrung der Käfer stattfinden, der dann gesamte Nadelholzbestände zum Opfer fallen können. Kränkelnde Bäume strömen einen besondern Duft, der die Borkenkäfer anlockt, aus und fallen diesen Insekten zum Opfer, was zum so genannten Totholz führt. Ausführliche Einzelheiten hierzu können bei Wikipedia,b nachgelesen werden. Der Buchdrucker schwärmt im Frühling ab Mitte bis Ende April „aus ihren Winterquartieren aus“. Das geschieht bei Temperaturen ab 16,5oC über die Dauer von mehreren Tagen. Ältere Larven, Puppen und Käfer können längere Kälteperioden schadlos überstehen. Der Befall der Bäume läßt sich schon frühzeitig am Auswurf brauen Bohrmehls erkennen, das sich u.a. in Rindenschuppen und auf der Bodenvegetation sammelt. Details finden sich bei LWF.

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Verbreitungsgebiet / Lebensraum

Verbreitungsgebiet / Lebensraum:

• Verbreitungsgebiet:
Dieser Borkenkäfer ist weltweit und überall da zu finden, wo es Nadelbäume gibt.
• Lebensräume:

Sei Habitat ist das Holz der Bäume unter den Rinden, in das sich die Käfer einbohren und wo das Männchen die so genannte Rammelkammer baut.


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Nahrung

Nahrung / Feinde:

• Nahrung:

Sie besteht aus den Säften des Nadelholzes und evtl. aus Pilzkulturen, die sich im geschädigten Holz entwickeln können.


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Fortpflanzung

Fortpflanzung:

• Fortpflanzung:

Während des Schwärmfluges empfangen die schwärmenden Männchen Signale der Weibchen durch Sexuallockstoffe, den Pheromonen. Eine ausführliche Schilderung mit zahlreichen Fachwörtern hieru fndet sich bei Wikpedia,b. Das gilt auch für Folgendes, das hier kurz angeführt wird:

1. Gut ausgebildetes Brutsystem kann 40 Larvengänge enthalten
2. In für den Käfer günstigen Jahren Entwicklung von 3 Generationen
3. In der 1. Generation bevorzugt der Buchdrucker wegen des verringerten Saftdrucks liegendes Holz
4. Während der folgenden Generation dient fast ausschließlich stehendes Holz als Habitat.

Die männlichen Käfer legen Rammelkammern an, in die sie die weiblichen Tiere locken und begatten. Die Weibchen bohren dann „Muttergänge“, in dessen Seitenwände sie Einischen bauen, in die sie dann jeweils ein Ei legen. Jeder Gang ist bis zu 30 cm lang, enthält 20 bis 80 Eier. Diese Gänge werden von der Käfermutter mit Bohrmehl verschlossen. Einzelheiten zum Thema Fortpflanzung findet man in zuvor zitierten Internet – Enzykopädie!

Gefährdung:

• Gefährdung:

Hierzu werden die Pheromone chemisch hergestellt und den Forst –und Landwirten zum Kauf angeboten. Diese finden dann in „Lockstofffallen“ Verwendung. Diese Fallen dienen aber eher zur Überwachung,dem “Monotoring“ dieses Käfers. Die eigentliche Bekämpfung wird mit Methamidophos duchgeführt, ein Toxin, das es seit den 1990er Jahren gibt. Man studiere hierzu Wikipedia,b! Verschiedene Viren, Bakterien und Fungi (Pilze) können den Buchdrucker schädigen oder töten.

Zur Bekämpfung werden diese Infektionserreger des Buchdruckers nicht eingesetzt, da man mit diesen Organismen auch andere Lebewesen zu schädigen vermag.


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Systematik

Systematik:

Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Borkenkäfer (Scolytidae)
Gattung: Ips

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Literatur

Links / Literatur:

• Links:

IUCN Red List

• Literatur:

Google.de (2011): Bilder zu Borkenkäfer http://www.google.ch/search?hl=de&cp=7&gs_id=t&xhr=t&q=borkenk%C3%A4fer&gs_sm=&gs_upl=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&biw=1229&bih=890&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi

LWF und Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten (2011): Borkenkäfer - Infoportal auf www.borkenkaefer.org

zur Strassen, Richard (Dr., Kustos, Natur – Museum und Forchungs – Institut Senckenberg, Frankfurt a. M. ): Die Käfer In:Grzimeks Tierleben, 2, Insekten, 210 – 284 1970 Kindler Verlag AG, Zürich und Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, 1979

Wikipedia,a (2011): Borkenkäfer http://de.wikipedia.org/wiki/Borkenk%C3%A4fer

Wikipedia,b (2011): Buchdrucker http://de.wikipedia.org/wiki/Buchdrucker_(Kaefer)


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Galerie


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Steckbrief
Datum: Dienstag, 18 September 2012 14:46
Länge:
4 bis 5,5 mm
Gewicht:
Gefieder:
Spannweite:
Ernährung:
Säfte der befallenen Nadelbäume
Jungtiere:
Zugverhalten:
Fortpflanzung:
Eierlegend
Gelege:
Tragezeit:
Brutzeit:
Verbreitungsgebiet:
Weltweit
Alter:
Bis etwa ein Jahr
IUCN:
Kein Status

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Informationen
Fotograf:
Fotograf Homepage:
Aufnahmeort:
Zoo Link:
Autor:
Dr. med. vet. P. Schneider
Homepage:
http://www.dr-peter-schneider.de
Email:
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Zusätzliche Hinweise:

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