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Brandgans
Datum: Montag, 28 Juni 2010 14:58
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Allgemeine Beschreibung:

• Beschreibung:

Die Brandgans (Tadorna tadorna) zählt zur Unterfamilie der Entenverwandte (Tardorninae). Sie gehört, wie alle Gänse, zu den Entenvögel (Anserinae).

Es stellt sich jedoch die Frage: Gans oder Ente? Man nannte sie früher auch Brandente. Der lange Hals spricht für eine Gans, so wie das Federkleid, das bei Männchen und Weibchen gleich sind. Das bunte Federkleid, keine dauerhafte Bindung zum Partner, kein Pflanzenfutter, sondern Kleintiere als Nahrung sprechen für eine Ente. Zu den Halbgänsen gehören in Mitteleuropa noch die Nil- und Rostgänse.

Die Brandgans hat ein schwarz-weiß-rotbraunes Federkleid. Der Kopf und der Hals sind schwarz. Der Schnabel ist rot und hat beim Männchen einen großen Schnabelhöcker. Die Beine sind rosa. Das Weibchen ist ein wenig kleiner als das Männchen. Bei einer Länge von 65 bis 75 Zentimeter und einer Flügelspannweite von 80 bis 110 Zentimeter wiegt die Brandgans 1300 bis 1700 Gramm. Sie wird ca. 20 Jahre alt.

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Verbreitungsgebiet / Lebensraum

Verbreitungsgebiet / Lebensraum:

• Verbreitungsgebiet:

Das Verbreitungsgebiet der Brandgans sind Europa und Asien.

• Lebensräume:

Sie hält sich dort an den Meeresküsten auf. Salz und Brackwasser zieht sie dem Süßwasser vor. Die flachen Sandküsten und Buchten entlang der Nord- und Ostsee bevorzugen die brütenden Tiere. Brandgänse, die nicht brüten, halten sich lieber im Bereich vom Wattenmeer auf.

Die Population der Brandgänse verläuft sich auf ca. 220.000 Exemplare. Alle Europäischen Tiere fliegen zur Mauser im August ins Wattenmeer. Sie fliegen nur nachts, weil sie dann keine Fressfeinde zu fürchten haben. Während der Mauser sind sie ca. 4 Wochen flugunfähig, anschliessend ziehen sie sich ins Wattenmeer zurück.


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Nahrung

Nahrung / Feinde:

• Nahrung:

Neben diversen Wasserpflanzen frisst die Brandgans hauptsächlich Herzmuscheln, Wattschnecken, Würmer, Krebse und Insekten. Sie gehen auf Futtersuche bei Ebbe oder Niedrigwasser. Bei Hochwasser ziehen sie sich auf die Sandbänke oder in die Dünen zurück.


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Fortpflanzung

Fortpflanzung:

• Fortpflanzung:

Die Brutzeit der Brandgänse beginnt im April. Als Höhlenbrüter suchen sie sich Kaninchen, Fuchsbauten, oder Höhlen und Erdlöcher in Uferböschungen oder in den Dünen aus. Sie bauen nie ein eigenes Nest. Das Weibchen legt 6 bis 11 Eier ins Nest. Die Brutdauer beträgt ca. 1 Monat. Während das Weibchen brütet, hält das Männchen in der Nähe vom Nest Wache. Nach knapp 4 Wochen schlüpfen die Jungtiere. Direkt nach dem Schlüpfen verlassen die Eltern mit den Jungen das Nest und führen sie, immer in Deckung bleibend, ins Wattenmeer. Dort entsteht dann eine große Kindergruppe von bis zu 100 Jungtieren, die von Nichtbrütern betreut werden. Die Eltern sind dann schon weg.

Nur etwa 1 Drittel der Jungen überlebt das Kinderalter. Als Feinde haben die Jungen Möwen und Füchse zu fürchten. Nach gut zwei Monaten sind sie haben sie die Flügge erreicht. Nach knapp 2 Jahre sind die Jungtiere geschlechtsreif.

Gefährdung:

• Gefährdung:
Von der IUCN wird die Brandgans als nicht gefährdet eingestuft.


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Systematik

Systematik

Familie: Entenvögel (Anatidae) - Vigros, 1825
Unterfamilie: Entenverwandte (Tadorninae) - Vigros, 1825
Gattung: Kasarkas (Tadorna) - Boie, 1822
  • Graukopfkasarka (Tadorna cana) - Gmelin, 1789
  • Australische Kasarka (Tadorna tadornoides) - Jardine & Selby, 1828
  • Radjahgans (Tadorna radjah) - Lesson, 1828
  • Schopfkasarka † (Tadorna cristata) - Kuroda, 1917
  • Rostgans (Tadorna ferruginea) - Pallas, 1764
  • Paradieskasarka (Tadorna variegata) - Gmelin, 1789
  • Brandgans (Tadorna tadorna) - Linnaeus, 1758

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Literatur

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Galerie


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Steckbrief
Datum: Montag, 28 Juni 2010 14:58
Länge:
65 - 75 Zentimeter
Gewicht:
1.300 - 1.700 Gramm
Gefieder:
Geschlechter gleich
Spannweite:
80 - 110 Zentimeter
Ernährung:
Wasserpflanzen, Insekten
Jungtiere:
Zugverhalten:
Zugvogel
Fortpflanzung:
Gelege:
6 - 11 Eier
Tragezeit:
Brutzeit:
28 - 31 Tage
Verbreitungsgebiet:
Europa, Asien
Alter:
20 Jahre
IUCN:
Nicht Gefährdet

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Informationen
Fotograf:
Peter Emmert
Fotograf Homepage:
www.peter-emmert.de
Aufnahmeort:
Vogelpark Walsrode
Autor:
Peter Emmert
Homepage:
http://www.peter-emmert.de
Email:
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Zusätzliche Hinweise:

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