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Devil's Hole Pupfish; Teufelskärpfling
Datum: Mittwoch, 22 August 2012 11:44
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Allgemeine Beschreibung:

• Einleitung
Anlass dieser Beschreibung ist war die WDR – Reportage über die Tierwelt im “Death Valley“, dem Tal des Todes, das Teil der Mojave – Wüste ist (siehe hier die Einleitung im Tierlexikon bei Eselhase). In dieser TV – Mitteilung wurde erwähnt, dass es dort Wüstenfische gibt.
• Beschreibung:
Der “Devil´s Hole Pupfish“ ist der kleinste von etwa 25 Arten der Wüstenkärpflinge ( Fish and Wildlife Service, 2010), wobei “Pup“ eigentlich kleines junges Tier, wie z.B. ein Kaniden-, Katzen- und Otterwelpen sowie eine junge Robbe bedeutet. Dieser kleine Fisch ähnelt den anderen Kärpflingen seiner Gattung. Die sich paarenden Männchen sind tiefblau irsierend bzw. schillernd (Nevada Fish & Wildlife Office, 2010) und zeigen ein schwarzes Band am Ende ihrer Rückenflosse Auf C. diabolis wurde 1930 Joseph Wales als Erster erstmals 1990 aufmerksam und identifizierte diesen Fisch als einzigartig und von anderen Arten stark abweichend (Fish and Wildlife Service 2010; Wikipedia, engl. 2010). Die Körperform, die der der anderen “Pupfishes“ entspricht läss einen großen Kopf und große Augen und eine lange Analflosse erkennen. Beckenflossen fehlen wie auch die vertikalen Bänder anderer Wüstenkärpflinge (Nevada Fish and Wildlife Service, 2010). Forscher mit Tauchgeräten zählen im Bereich von seichten Schelfs mindestens zweimal im Jahr (Frühjahr – und Herbstzählungen) die Teulelskärpflinge. Die Frühjahrspopulation variiert zwischen 150 bis 250 und die Herbstpopulation zwischen 400 bis 500 Kärpflingen. Wikipedia teit mit, dass „im April 2006 die Population auf nur 38 erwachsene Exemplare und 11 Jungfische sank. Die Ursachen sind nach dem “Nevada Fish and Wildlife Service“ die negativen Umweltbedingungen und der niedrige Sauerstoffspiegel, spärliches Algenwachstum in den Höhlen spärlichen Sonnenlichtes innerhalb der Höhle während der Wintermonate (Fish and Wildlife Service 2010). Die Zahnkärpflinge, zu denen dieser Fisch gezählt wird, haben im Gegensatz zu echten Karpfenähnlichen Zähne auf den Kiefern. Über die Zahnkärpflinge allgemein Dzwillo und Villwock, 1970 und 1980.

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Verbreitungsgebiet / Lebensraum

Verbreitungsgebiet / Lebensraum:

• Verbreitungsgebiet:
Diesen Fisch gibt es nur in “Devil´s Hole“, dem Teufelloch im Ökosystem des Amargosa – Tales im Südwesten Nevadas und östlich des Tal des Todes (Death Valley)der Mojave – Wüste. Das Teufelsloch ist Teil des Amargosa – Flusses (Wikipedia, a und Wikipedia, engl.). Einst bekannt als die Badewanne der Bergwerksarbeiter hat das Wasser eine Temperatur von 93 Grad Fahrenheit (etwa 32 bis 33 Grad Celsius) teilt der Death Valley National Park (2010) mit.
• Lebensraum:

Das Teufelsloch ist 15 Meter tief und liegt über einem 26,5m2 großen Kalksteinbecken (Wikipedia, 2010), und Gerätetaucher ermitteln in diesem Höhlensytem an geigneten Stellen die Anzahl dieser Kärpflinge (Nevada Fish and Wildlife Service; siehe Beschreibung!).


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Nahrung

Nahrung / Feinde:

• Nahrung:

Dieser Kärpfling ist omnivor, frisst jedoch bevorzugt Algen, Kleinstlebewesen und Detritus (Überbleibsel) vom Boden (Fish and Wildlife Service). Der Death Valley Nationalpark (2010) erwähnt noch auf seiner Internet – Seite, dass Grünalgen die Basisnahrung darstellt.


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Fortpflanzung

Fortpflanzung:

• Fortpflanzung:

Das Laichen findet vorwiegend an seichten Felsenplatten statt. Der Gipfel des Ablaichens fällt mit den des Algenwachstums zusammen. Weibchen legen eine gringe Zahl , etwa 4 bis 5, Eier auf den Boden ab. Diese werden dann von den Männchen befruchtet (Nevada Fish and Wildlife Servive).

Gefährdung:

• Gefährdung:

Praktisch alle bisher erwähnte Quellen betonen die extreme Existenzgefährdung des Teufelkärpfling, sodass sie hier nicht mehr einzeln aufgeführt werden. Das Lewis Center for Educational Research, LCER 2010 ( Lewis – Zentrum für Aufkärungsforschung) beschreibt die mögliche Herkunft dieser seltenen Fische in einer Wüstenregion und skizziert damit die Ursachen der Gefährdung. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht sicher, warum sich dieser “Pupfish“ am „Rand des Aussterbens“ befindet. Sie stimmen aber alle damit überein, dass das mit einer Reihe älterer paläotektonischer und meteorologischen Ereignisse zusammenhängt, die bewirkten, dass das Wasser in der Mojave – Wüste weniger reichlich vorkommt als es vor 11 000 Jahren zuvor der Fall war. Es wird aber hervorgehoben, dass
1. die nach Westen aufsteigenden Berge die Wolken und den Schnee abfingen und die Entstehung von Gletscher verhinderten.
2. ein sich sich veränderndes Klima nur Spuren von Feuchtigkeit zuließ, dass etliche km3 von sandgefüllten, durch Felsen begrenzte Becken,die unten „fossiles“ Wasser enthielten, die Wüstenbildung im gesamten pazifischen Südwesten verursachten und
3. die Entstehung und folgende Austrocknung von mehr als ein halbes Dutzend Seen, die jeweils die Weite eines Tals hatten, durch dauernd zunehmende Effekte eines wachsenden „Regenschattens“ die zuvor geschilderten Tatsachen bekräftigte.

Das Wasser, das übrig blieb, wird an kostbaren wenigen Orten des gesamten trocknen Ökosytems im pazifischen Südwesten an die Oberfläche gepresst. Die Kreaturen der Wüste, die vom aquatischen Ökosytem abhängen, finden dort Zuflucht, wo das Wasser an die Oberfäche kommt. Eine dieser Stellen wird Teufelsloch genannt und eines dieser Kreaturen ist der Kärpfling des Teufelsloch. Das LCER fragt, woher der Teufelskärpfling kommt und stellt folgende Hypothesen auf:

• der Teufelskärpfling schwamm in einen Untergrund – Labyrinth vom einen Sonnenlicht- Habitat zu einem anderern, was unwahrscheilich ist.

• er schwamm in die Öffnung des Teufelslochs und bildete schließlich eine isolierte Population (eine Spekulation mit wenig Beweisen)

• möglicherweise eine durch den Wind unterstützte Ausbreitung der Eier oder einzelner Fische.


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Systematik

Systematik:

Ordnung: Ährenfischartige (Atheriniformes)
Unterordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontoidei)
Familie: Eierlegende Zahnkärpflinge (Cyprinodontidae)
Gattung: Wüstenkärpflinge (Cyprinodon)
  • Teufelskärpfling (Cyprinodon diabolis)

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Literatur

Bücherempfehlungen:

Links / Literatur:

 

• Links:

Red List IUCN - Teufelskärpfling (Cyprinodon diabolis)

• Literatur:

Death Valley National Park: Devils Hole – Habitat: Death Valley National Park http://www.pupfish.net/habitats/devilshole.htm

Dzwillo, Michael1 und Wolfgang Villwock2 (1Dr, Zoologisches Staatsinstitut und Museum, Hamburg und 2 Zoologisches Staatsinstitut und Museum, Hamburg): Zahnkärpflinge In: Grzimeks Tierleben, 4, Fische 1 1970 Kindler Verlag AG, Zürich und Deutscher Tachenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1980

Fish and Wildlife Service (2010): Devil´s Hole Pupfish. Amargosa Valley Pubfish Station http://www.fws.gov/desertcomplex/pupfish/devilshole.htm

LCER (2010): Devils Hole Pupfish http://hegel.lewiscenter.org/users/mhuffine/subprojects/Student%20Led%20Reseach/pupworld/

Nevada Fish & Wildlife Office ( 1. November 2010): Devils Hole Pupfish http://www.fws.gov/nevada/protected_species/fish/species/dhp/dhp.html

Wikipedia, a (2010): Teufelskärpfling http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelskärpfling

Wikipedia,b (2010): Tecopa - Kärpfling http://de.wikipedia.org/wiki/Tecopa-Kärpfling

Wikipedia, engl. (2010): Devil´s Hole pupfish http://en.wikipedia.org/wiki/Devil´s_Hole-pupfish

Danksagung / Acknowledgement:

Wir danken dem Fisch- und Wildtier – Service Nevadas/USA für die Fotografien des Teufelskärpfling und der leitenden Fischereibiologin dieser Organisation, Frau Stephanie Byers, Fischereibrutanlage am Lahothan –See, für das Senden der Fotos.

We thank the Nevada U.S. Fish and Wildlife Servicefor the photographs of the Devil´s Pup Fish and the Senior Fisheries Biologist of this organisation, Mrs Stephanie Byers, Lahontan Fisheries Hatchery, for the conveyance of the photos.


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Galerie


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Steckbrief
Datum: Mittwoch, 22 August 2012 11:44
Länge:
max. 2,5 cm
Gewicht:
Gefieder:
Spannweite:
Ernährung:
Alten, Kleinstlebewesen
Jungtiere:
Zugverhalten:
Fortpflanzung:
Eierlegend
Gelege:
Tragezeit:
Brutzeit:
Verbreitungsgebiet:
Devils Hole (Teufelsloch in Nevada)
Alter:
6 - 12 Monate
IUCN:
Stark gefährdet

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Informationen
Fotograf:
US Fish and Wildlife Service
Fotograf Homepage:
www.fws.gov/
Aufnahmeort:
Wüste Nevadas*
Zoo Link:
www.fws.gov/
Autor:
Dr. med. vet. P. Schneider
Homepage:
http://www.dr-peter-schneider.de
Email:
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Zusätzliche Hinweise:
* Teufelsloch (Devil´s Hole) im Death Valley (Tal des Todes),Grenzgebiet Mojave-/Amargosawüsten, Nevada.

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