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Hasentiere
Datum: Montag, 29 November 2010 13:41
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Allgemeine Beschreibung:

• Beschreibung:

Die Hasentiere und ihre Verwandten bilden eine Ordnung innerhalb der Klasse der Säugetiere.

Noch vor langer Zeit glaubte man, die Hasen und ihre Verwandten seien Nagetiere. Eine Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Ordnungen besteht jedoch nur oberflächlich sowie auf gewisse Übereinstimmungen in der Lebensweise. Bereits beim Gebiß gibt es so deutliche Unterschiede, dass man die beiden Ordnungen nicht zusammenfassen konnte. Der Kiefer bewegt sich beim Kauen in seitlicher Richtung. Auch die Kaumuskulatur ist gegenüber den Nagern anders. Nach einer Blutuntersuchung stellte man fest, dass die Hasentiere einigen Huftieren näher stehen als den Nagetieren.

Unterschiede gibt es auch bei den Vorderfüßen. Werden diese bei den Nagetieren als Greifwerkzeug verwendet, dienen diese bei den Hasen als Abwehr oder Angriff.

Im Jahre 1912 schlug der us-amerikanische Zoologe James Gidley vor, die Hasentiere in eine selbständige Ordnung einzugliedern.

Hasentiere können eine Körperlänge von 12 - 70 Zentimeter und ein Gewicht von 100 - 7000 Gramm erreichen. Der buschig behaarte Schwanz ist kurz. Die Nüstern sind von einer Fellfalte bedeckt, die rhythmisch zurückgezogen wird. Früher wurden die Hasenartige als Doppelzähner bezeichnet, was von den zwei Schneidezähnen, die in jeder Oberkieferhälfte sind, her stammt. Die Backenzähne sind wurzellos, die Nagezähne mit Schmelz bedeckt. Das Gehör ist hochentwickelt, das Gehirn primitiv.

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Verbreitungsgebiet / Lebensraum

Verbreitungsgebiet / Lebensraum:

• Verbreitungsgebiet:
Das Verbreitungsgebiet der Hasentiere erstreckt sich über fast den ganzen Erdteil. Ausnahmen bilden hier die Gebiete Antarkits, Madagaskar, Teilen Indonesiens und dem südlichen Südamerika. Von Menschen wurden sie nach Neuseeland und Australien eingeführt.
• Lebensräume:

Die Lebensräume der Hasenartigen bestehen aus tropischen Wäldern, Wüsten sowie der arktischen Tundra. Die bodenbewohnenden Hasen leben in Bauten, die zum Teil sehr komplex angelegt sind. Sie leben in kleinen Gruppen oder in großen Familienverbänden. Als Warnsignal dient das sehr ausgeprägte Klopfen mit den Hinterläufen. Als weitere Kommunikation dient die Körperhaltung sowie das Ausscheiden von Duftstoffen.


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Nahrung

Nahrung / Feinde:

• Nahrung:
Die durchwegs pflanzenfressenden Hasentieren ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Zweigen und Rinde. Um kalte Jahreszeiten zu überbrücken, legen einzelne Arten Vorräte aus Heu oder Pflanzenteilen an.
• Feinde:

Zu den größten Feinden der Hasentiere zählen verschiedene Greifvögel.


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Fortpflanzung

Fortpflanzung:

• Fortpflanzung:

Hasenartige sind an keine feste Paarungszeit gebunden. Oft kommt es zu mehreren Würfen im Jahr. Die Trächtigkeit ist Art- und klimaabhängig und kann zwischen 28 und 50 Tagen dauern. Die Wurfgröße variiert zwischen fünf und 13 Jungtieren, die bei der Geburt meistens nackt und blind sind. Die Augen öffnen sie nach rund 20 Tagen, sind nach vier Wochen selbstständig. Die Ausnahme bilden hier die Echten Hasen (Lepidae). Diese Jungtiere weisen bereits bei der Geburt voll entwickelte Augen und Gehör auf und sind behaart. Aus diesem Grund erstellen die Echten Hasen keine speziellen Nester für ihre Jungen.


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Systematik

Systematik:

Ordnung: Hasentiere (Lagomorpha)
Familie: Hasenartige (Leporidae)
Unterfamilie: Hasenartige i.e.S. (Leporinae)
Gattung: echte Hasen (Lepus)
  • Europäischer Feldhase (Lepus europaeus)
  • Kaphase (Lepus capensis)
  • Äthiopischer Hochlandhase (Lepus starcki)
  • Tibetanischer Wollhase (Lepus oiostolus)
  • Jarkand-Hase (Lepus yarkandensis)
  • Afrikansicher Berghase (Lepus saxatilis)
  • Schwarznackenhase (Lepus nigricollis)
  • Nordindischer Hase (Lepus ruficaudatus)
  • Sind-Hase (Lepus dayanus)
  • Siam-Hase (Lepus siamensis)
  • Pegu-Hase (Lepus peguensis)
  • Afrikanischer Savannenhase (Lepus whytei)
  • Chinesischer Hase (Lepus sinensis)
  • Mandschurischer Hase (Lepus mandshuricus)
  • Japanischer Hase (Lepus brachyurus)
  • Schneehase (Lepus timidus)
  • Schneeschuhhase (Lepus americanus)
  • Präriehase (Lepus townsendii)
  • Kalifornischer Eselhase (Lepus californicus)
  • Antilopenhase (Lepus alleni)
Gattung: Altweltliche Wildkaninchen (Oryctolagus)
  • Europäisches Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus)
Gattung: Baumwollschwanz-Kaninchen (Sylvilagus)
  • Florida-Waldkaninchen (Sylvilagus floridanus)
  • Strauchkaninchen (Silvilagus bachmani)
  • Wasserkaninchen (Sylvilagus aquaticus)
  • Sumpfkaninchen (Sylvilagus palustris)
  • Brasilien-Waldkaninchen (Sylvilagus brasiliensis)
  • Audubonkaninchen (Sylvilagus auduboni)
Gattung: Brachylagus
  • Zwergkaninchen (Brachylagus idahoensis)
Gattung: Rotkaninchen (Pronolagus)
  • Natal-Wollschwanzhase (Pronolagus crassicaudatus)
  • Rand-Wollschwanzhase (Pronolagus randensis)
  • Rotkaninchen (Pronolagus rupestris)
Gattung: Bunolagus
  • Buschmannhase (Bunolagus monticularis)
Gattung: Pentalagus
  • Riu-Kiu-Kaninchen (Pentalagus furnessi)
Gattung: Caprolagus
  • Borstenkaninchen (Caprolagus hispidus)
Gattung: Poelagus
  • Zentralafrikanisches Buschkaninchen (Poelagus majorita)
Gattung: Nesolagus
  • Sumatra-Kaninchen (Nesolagus netscheri)
Gattung: Romerolagus
  • Mexikanisches Vulkankaninchen (Romerolagus diazi)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
  • Steppenpfeifhase (Ochotona pusilla)
  • Daurischer Pfeifhase (Ochotona daurica)
  • Mongolischer Pfeifhase (Ochotona pallasi)
  • Roter Pfeifhase (Ochotona rutila)
  • Großohriger Pfeifhase (Ochotona roylei)
  • Rötlicher Pfeifhase (Ochotona rufescens)
  • Altai-Pfeifhase (Ochotona alpina)
  • Nördlicher Pfeifhase (Ochotona hyperborea)
Systematik basiert auf Grzimeks Tierleben.

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Literatur

Bücherempfehlungen:


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Steckbrief
Datum: Montag, 29 November 2010 13:41
Länge:
12 - 70 cm
Gewicht:
100 - 7000 Gramm
Gefieder:
Spannweite:
Ernährung:
Pflanzenfresser
Jungtiere:
5 - 13 Jungtiere
Zugverhalten:
Fortpflanzung:
Gelege:
Tragezeit:
28 - 50 Tage
Brutzeit:
Verbreitungsgebiet:
Global
Alter:
IUCN:
Je nach Art verschieden

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Informationen
Fotograf:
Marcel Burkhard
Fotograf Homepage:
www.foto-galaxy.ch
Aufnahmeort:
Tierpark Dählhölzli, Bern
Autor:
Marcel Burkhard
Homepage:
http://www.foto-galaxy.ch
Email:
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Zusätzliche Hinweise:

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